Mehrmals im Jahr wird aus Münchens Leopold- und Ludwigstraße eine mehrere Kilometer lange autofreie Festivalmeile. Corso Leopold und Zamanand Festival gehören für viele Besucher inzwischen zusammen. Historisch handelt es sich jedoch um zwei unterschiedliche Veranstaltungen. Und auch die häufig gestellte Frage, ob der Corso Leopold der Nachfolger des Streetlife Festivals ist, lässt sich klar beantworten: Der Nachfolger des Streetlife Festivals heißt Zamanand.
Inhaltsverzeichnis
- Was sind Corso Leopold und Zamanand?
- Vom Streetlife Festival zur heutigen Festivalmeile
- Die Geschichte des Corso Leopold
- Zamanand – der Nachfolger des Streetlife Festivals
- Warum es heute zwei Festivals gibt
- Die gemeinsame Festivalmeile
- Wann finden die Festivals statt?
- Die Schwerpunkte des Corso Leopold
- Die Schwerpunkte des Zamanand Festivals
- Musik, Kunst und Kultur
- Gesellschaft und Zusammenleben
- Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima
- Sport, Familien und Mitmachangebote
- Essen und gastronomische Angebote
- Wenn die Straße den Menschen gehört
- Corso Leopold und Zamanand im Vergleich
- Eigene Videoeindrücke
- Die Bedeutung der Festivalmeile für München
- Fazit: Zwei Festivals, eine gemeinsame Idee
Was sind Corso Leopold und Zamanand?
Wer München an einem Festivalwochenende entlang der Leopoldstraße besucht, erlebt einen ungewöhnlichen Anblick. Wo normalerweise Autos, Busse und Fahrräder unterwegs sind, bewegen sich Fußgänger mitten auf der Fahrbahn. Bühnen stehen auf der Straße, Musiker treten auf, Künstler zeigen ihre Arbeiten und Vereine und Initiativen informieren über ihre Themen.
Hinter diesem Bild stehen zwei Veranstaltungen: der Corso Leopold und das Zamanand Festival. Beide finden gleichzeitig statt und grenzen räumlich unmittelbar aneinander. Dadurch entsteht für Besucher eine zusammenhängende Festivalmeile, obwohl es sich organisatorisch und historisch um unterschiedliche Veranstaltungen handelt.
Der Corso Leopold erstreckt sich im Wesentlichen über die Leopoldstraße zwischen Siegestor und Münchner Freiheit. Der Schwerpunkt liegt traditionell auf Kunst, Kultur, Musik, Literatur, Kleinkunst und Begegnung.
Das Zamanand Festival schließt südlich am Siegestor an und führt über die Ludwigstraße in Richtung Odeonsplatz und Feldherrnhalle. Hier stehen insbesondere Nachhaltigkeit, Klimaschutz, gesellschaftlicher Zusammenhalt, Vielfalt und Mitmachangebote im Mittelpunkt.
Für die Besucher verschwimmen die Grenzen allerdings schnell. Wer die gesamte Strecke entlangläuft, erlebt beide Veranstaltungen unmittelbar hintereinander. Genau diese Verbindung macht den besonderen Charakter des Münchner Festivalwochenendes aus.
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Vom Streetlife Festival zur heutigen Festivalmeile
Die heutige Festivalmeile lässt sich ohne das frühere Streetlife Festival kaum erklären. Über viele Jahre war der Name Streetlife in München eng mit der Idee verbunden, Straßenraum zeitweise für Menschen zu öffnen.
Green City veranstaltete das Streetlife Festival seit dem Jahr 2000. Die Grundidee war einfach und gleichzeitig ungewöhnlich: Eine stark befahrene Straße sollte für einen begrenzten Zeitraum nicht hauptsächlich Verkehrsraum sein, sondern Aufenthaltsraum.
Auf der gesperrten Straße entstanden Bühnen, Informationsstände, Gastronomie, Sportflächen und kulturelle Angebote. Die Besucher konnten dort flanieren, Musik hören, essen, sich informieren oder einfach erleben, wie sich ein vertrauter Teil Münchens ohne den üblichen Autoverkehr verändert.
Das Streetlife Festival entwickelte sich dadurch zu einer der bekanntesten Veranstaltungen dieser Art in München. Gleichzeitig wurden Themen wie nachhaltige Mobilität, Klimaschutz und eine andere Nutzung des öffentlichen Raums immer stärker mit dem Festival verbunden.
Nach der Corona-Pause änderte sich die Situation. Green City entschied sich, das Streetlife Festival nicht mehr in der bisherigen Form weiterzuführen und sich stärker auf die nachhaltige Entwicklung von Quartieren zu konzentrieren.
Die Geschichte der autofreien Festivalmeile war damit allerdings nicht beendet. Die Idee wurde unter einem neuen Namen weitergeführt: Zamanand.
Wer sich noch einmal an das frühere Festival erinnern möchte, findet auf Rund um München einen eigenen Beitrag: Streetlife Festival – Food Trucks sorgen für kulinarische Abwechslung.
Einen fotografischen Rückblick auf das frühere Streetlife Festival gibt es außerdem in der Streetlife-Fotogalerie.
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Die Geschichte des Corso Leopold
Der Corso Leopold hat eine andere Geschichte als das Streetlife Festival. Er ist nicht aus dem Streetlife Festival hervorgegangen, sondern entwickelte sich eigenständig aus der Idee einer zeitweise autofreien Leopoldstraße.
Die Wurzeln reichen in die 1990er-Jahre zurück. Bereits 1994 wurde in Schwabing die Idee einer autofreien Leopoldstraße diskutiert. Ein Jahr später wurde die Vorstellung praktisch umgesetzt.
Dahinter stand die Überzeugung, dass eine der bekanntesten Straßen Münchens mehr sein kann als eine Verkehrsverbindung. Die Leopoldstraße sollte zeitweise zum öffentlichen Raum für Menschen, Kultur, Kommunikation und Begegnung werden.
Aus diesen frühen Veranstaltungen entwickelte sich im Laufe der Jahre der Corso Leopold. Die Veranstaltung bekam ein immer vielfältigeres Kulturprogramm und wurde zu einer festen Größe im Münchner Veranstaltungskalender.
Vom Straßenfest zur Kulturveranstaltung
Der Corso Leopold ist deshalb heute mehr als eine Ansammlung von Verkaufsständen und Bühnen. Kunst, Musik, Literatur, Theater, Kleinkunst und gesellschaftliche Themen finden entlang der Leopoldstraße ihren Platz.
Ein charakteristisches Merkmal ist die dezentrale Struktur. Besucher laufen von einem Bereich zum nächsten und entdecken dabei unterschiedliche Bühnen, Kunstwerke und Aktionen.
Dadurch entsteht eine Art temporäres Stadtviertel. Es gibt keinen einzigen Eingang und keinen zentralen Veranstaltungsraum. Die Straße selbst ist der Veranstaltungsort.

Das wird auch an den vielen kreativen Installationen und gestalteten Flächen sichtbar. Die bunt bemalten Container sind dabei mehr als Dekoration: Sie dienen als kleine Bühnen mit Wohnzimmerflair, auf denen Musik, Lesungen oder Kleinkunst in gemütlicher, fast privater Atmosphäre stattfinden – ebenso Teil der Veranstaltung wie größere Performances, Kunstobjekte oder temporäre Ausstellungen.
Gerade diese Mischung macht den Corso interessant. Besucher müssen nicht unbedingt wegen eines einzelnen Programmpunktes kommen. Vieles entsteht beim Vorbeigehen und Entdecken.
Die Veranstaltung verbindet dadurch unterschiedliche Formen von Kultur miteinander. Wer eigentlich nur Musik hören wollte, stößt vielleicht auf eine Kunstausstellung. Wer wegen einer Ausstellung gekommen ist, bleibt anschließend bei einer Band stehen.
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Zamanand – der Nachfolger des Streetlife Festivals
Zamanand ist der eigentliche Nachfolger des Streetlife Festivals. Der neue Name entstand nach der Entscheidung von Green City, das bisherige Streetlife Festival nicht mehr in der bekannten Form fortzuführen.
Die erste Ausgabe unter dem Namen Zamanand fand 2022 statt. Das Konzept griff wesentliche Elemente des früheren Festivals auf: die autofreie Straße, kostenlosen Zugang, Musik, Kultur, Informationsangebote und die Möglichkeit, den öffentlichen Raum einmal völlig anders zu erleben.
Warum ein neuer Name?
Der Wechsel zu Zamanand war mit einer neuen organisatorischen Situation verbunden. Aus dem bisherigen Streetlife Festival wurde keine einfache Veranstaltung unter verändertem Logo. Vielmehr entstand eine neue Veranstaltung mit eigenständigem Profil.
Gleichzeitig blieb die Grundidee erhalten. Eine Münchner Hauptverkehrsstraße wird für ein Wochenende zur Bühne für Kultur, Information, Begegnung und gesellschaftliches Engagement.
Deshalb kann Zamanand als Nachfolger des Streetlife Festivals bezeichnet werden, ohne beide Veranstaltungen vollständig gleichzusetzen.
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Warum es heute zwei Festivals gibt
Dass Corso Leopold und Zamanand häufig als ein einziges Festival wahrgenommen werden, ist nachvollziehbar. Beide Veranstaltungen finden am selben Wochenende statt und bilden räumlich eine zusammenhängende Strecke.
Historisch sind sie jedoch unterschiedlich entstanden. Der Corso Leopold entwickelte sich aus einer eigenen Schwabinger Initiative für eine autofreie Leopoldstraße. Zamanand entstand dagegen als Nachfolger des Streetlife Festivals.
Die beiden Veranstaltungen ergänzen sich zugleich sehr gut. Der Corso Leopold setzt traditionell starke Akzente bei Kunst, Kultur und Musik. Zamanand rückt Nachhaltigkeit, Klima, Vielfalt und gesellschaftliche Themen stärker in den Mittelpunkt.
Für die Besucher ergibt sich daraus ein abwechslungsreicher Mix. Innerhalb eines Spaziergangs kann sich die Atmosphäre mehrfach verändern.
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Die gemeinsame Festivalmeile
Die gemeinsame Festivalmeile verbindet die Ludwigstraße und Leopoldstraße. Vom Bereich rund um Odeonsplatz und Feldherrnhalle führt sie über das Siegestor bis zur Münchner Freiheit.
Das Zamanand befindet sich dabei im südlichen Bereich auf der Ludwigstraße. Am Siegestor treffen die beiden Veranstaltungsbereiche aufeinander. Nördlich davon beginnt der Bereich des Corso Leopold.

Wer die gesamte Strecke abläuft, erlebt deshalb nicht einfach einen großen Markt, sondern eine Folge unterschiedlicher Veranstaltungsbereiche.
Bühnen wechseln sich mit Informationsständen, Kunstaktionen, Sportflächen und gastronomischen Angeboten ab. Dazwischen bleibt immer wieder Platz zum Sitzen, Schauen und Verweilen.
Besonders auffällig können dabei temporäre Kunstobjekte und Installationen sein. Sie machen die Festivalmeile auch optisch zu einem ungewöhnlichen Teil Münchens.
Die Straße selbst wird dabei zum verbindenden Element. Man kann einfach loslaufen und sich vom Programm treiben lassen.
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Wann finden Corso Leopold und Zamanand statt?
Corso Leopold und Zamanand finden grundsätzlich zweimal im Jahr statt: einmal im Frühjahr/Frühsommer (meist Mai) und einmal im Spätsommer (meist September). Zwischen den beiden Terminen liegt in der Regel ein Zeitraum von rund vier Monaten.
Die genauen Wochenenden verschieben sich von Jahr zu Jahr leicht. Wer einen Besuch plant, findet die aktuellen Termine am zuverlässigsten direkt auf den offiziellen Seiten von Corso Leopold und Zamanand.
Da sich Programm, beteiligte Organisationen und einzelne Veranstaltungsbereiche von Ausgabe zu Ausgabe verändern können, lohnt sich vor einem Besuch außerdem immer ein Blick auf das aktuelle Programm.
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Die Schwerpunkte des Corso Leopold
Der Corso Leopold ist vor allem ein Kulturfestival. Kunst, Musik, Literatur, Theater, Kleinkunst und unterschiedliche Formen der Begegnung bilden den Kern des Programms.
Ein großer Vorteil des Straßenraums ist dabei die Offenheit. Kultur findet nicht hinter den Türen eines Museums oder Theaters statt, sondern mitten im öffentlichen Raum.
Kunst auf der Straße
Künstlerische Arbeiten können beim Corso in einem völlig anderen Umfeld präsentiert werden als in einer klassischen Galerie. Installationen, gestaltete Objekte und temporäre Ausstellungen stehen mitten im Strom der Besucher.
Musik und Bühnenprogramm
Musik gehört zu den wichtigsten Bestandteilen des Corso. Die verschiedenen Bühnen sorgen dafür, dass sich entlang der Strecke unterschiedliche musikalische Stimmungen entwickeln.
Von regionalen Künstlern über Bands und Tanz bis zu verschiedenen internationalen musikalischen Einflüssen reicht das Spektrum. Dadurch bleibt das Programm offen für unterschiedliche Besuchergruppen.
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Die Schwerpunkte des Zamanand Festivals
Das Zamanand Festival setzt einen deutlichen Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Zukunftsthemen.
Klima- und Umweltschutz, nachhaltige Lebensweisen, Mobilität, Vielfalt und gesellschaftlicher Zusammenhalt werden über Informationsstände, Workshops, Aktionen und Gespräche vermittelt.
Nachhaltigkeit verständlich machen
Ein wesentlicher Bestandteil solcher Veranstaltungen besteht darin, abstrakte Themen in konkrete Alltagssituationen zu übersetzen. Besucher können sich informieren, Fragen stellen oder selbst an Aktionen teilnehmen.
Dadurch entsteht eine Verbindung zwischen Information und Unterhaltung. Das Festival will nicht nur Inhalte präsentieren, sondern Begegnungen ermöglichen.

Dass Nachhaltigkeit dabei nicht trocken vermittelt werden muss, zeigen auch ungewöhnliche Performances und kreative Aktionen. Kunst und gesellschaftliche Themen können unmittelbar miteinander verbunden werden.
Genau darin liegt ein Unterschied zu einer klassischen Informationsveranstaltung. Die Besucher begegnen den Themen während eines Festivalbesuchs und nicht ausschließlich in einem Seminar- oder Vortragsraum.
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Musik, Kunst und Kultur
Musik und Kultur sind auf beiden Seiten der Festivalmeile präsent. Trotzdem unterscheiden sich die Schwerpunkte.
Beim Corso Leopold steht die kulturelle Vielfalt besonders im Vordergrund. Verschiedene Bühnen und Künstler sorgen dafür, dass sich das Programm über die gesamte Leopoldstraße verteilt.
Beim Zamanand wird Musik häufig mit dem Gedanken kultureller Vielfalt und Begegnung verbunden. Unterschiedliche musikalische und kulturelle Ausdrucksformen treffen aufeinander.
Für Besucher entsteht dadurch ein Programm, bei dem man nicht zwingend im Voraus einen festen Ablauf planen muss. Vieles lässt sich spontan entdecken.
Solche eigenen Videoaufnahmen zeigen einen Teil der Atmosphäre, die sich aus Musik, Publikum und dem ungewöhnlichen Veranstaltungsort ergibt.
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Gesellschaft und Zusammenleben
Ein Straßenfestival kann mehr sein als Unterhaltung. Vereine, Initiativen und Organisationen nutzen die große Zahl an Besuchern, um auf ihre Arbeit aufmerksam zu machen.
Besonders beim Zamanand gehören gesellschaftliche Themen und die Frage nach dem zukünftigen Zusammenleben zu den wichtigen Bestandteilen des Programms.
Auch der Corso Leopold hat traditionell Platz für gesellschaftliche Diskussionen und unterschiedliche Initiativen.

Dabei treffen sehr unterschiedliche Formen der Beteiligung aufeinander. Informationen, Diskussionen, Aktionen und künstlerische Ausdrucksformen stehen nebeneinander.
Für Besucher entsteht dadurch die Möglichkeit, mit Themen und Organisationen in Kontakt zu kommen, die sie im normalen Alltag vielleicht nicht aktiv gesucht hätten.
Die Straße wird damit nicht nur zur Bühne für Musik und Kunst, sondern auch zu einem öffentlichen Ort des Austauschs.
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Nachhaltigkeit, Umwelt und Klima
Nachhaltigkeit gehört insbesondere beim Zamanand zu den zentralen Themen. Die Veranstaltung knüpft damit an die ursprüngliche Idee an, Straßenraum anders zu nutzen und Fragen der Mobilität und Stadtentwicklung sichtbar zu machen.
Die zeitweise Sperrung einer wichtigen Verkehrsachse ist dabei selbst ein sichtbares Beispiel für eine andere Nutzung des öffentlichen Raums.
Darüber hinaus geht es um Themen wie Klimaschutz, nachhaltige Ernährung, Mobilität, Ressourcenschonung und die Gestaltung einer zukunftsfähigen Stadt.
Gerade die Verbindung mit Musik, Kultur und Freizeit macht es möglich, dass diese Themen nicht isoliert präsentiert werden. Sie sind Bestandteil eines gesamten Festivalerlebnisses.
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Sport, Familien und Mitmachangebote
Die Festivalmeile richtet sich nicht nur an Kulturinteressierte. Sport, Bewegung und Angebote für Kinder und Familien gehören ebenfalls zum Programm.

Gerade Sportangebote zeigen besonders deutlich, wie sehr sich der Charakter der Straße während des Festivals verändert. Eine Fläche, die normalerweise vom Verkehr geprägt ist, wird zur Bewegungs- und Spielfläche.
Für Familien kann das einen besonderen Reiz haben. Kinder erleben eine bekannte Münchner Straße aus einer völlig anderen Perspektive, während Erwachsene gleichzeitig Musik, Gastronomie und Informationsangebote nutzen können.
Die Mitmachangebote sorgen außerdem dafür, dass Besucher nicht nur Zuschauer bleiben. Das Festival wird dadurch stärker zu einem Ort des eigenen Ausprobierens.
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Essen und gastronomische Angebote
Zu einem großen Münchner Straßenfestival gehört auch ein entsprechendes gastronomisches Angebot. Entlang der Festivalmeile gibt es unterschiedliche Möglichkeiten, etwas zu essen und zu trinken.
Schon beim früheren Streetlife Festival waren Food Trucks und verschiedene gastronomische Angebote ein wichtiger Bestandteil des Besuchererlebnisses.
Internationale Speisen, vegetarische und vegane Angebote sowie unterschiedliche Streetfood-Konzepte ergänzen das Kultur- und Veranstaltungsprogramm.
Gastronomie ist dabei nicht der eigentliche Schwerpunkt von Corso Leopold oder Zamanand. Sie gehört vielmehr zum gesamten Festivalerlebnis und ermöglicht es Besuchern, mehrere Stunden auf der Strecke zu verbringen.
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Wenn die Straße den Menschen gehört
Der vielleicht interessanteste Aspekt der beiden Festivals ist die Veränderung des Straßenraums.
Leopoldstraße und Ludwigstraße sind im Alltag wichtige Verkehrsachsen. Während des Festivals verändert sich ihre Funktion vorübergehend grundlegend.
Wo normalerweise Fahrzeuge unterwegs sind, stehen Menschen, Bühnen, Kunstobjekte und Informationsstände. Man kann mitten auf der Fahrbahn stehen bleiben, Musik hören oder sich mit anderen Besuchern unterhalten.
Ein temporäres Stadtentwicklungsexperiment
Ein Festivalwochenende kann natürlich nicht direkt auf den normalen Stadtverkehr übertragen werden. München benötigt funktionierende Verkehrswege, Liefermöglichkeiten und Infrastruktur.
Trotzdem zeigen Veranstaltungen wie Corso Leopold und Zamanand, wie stark sich die Wahrnehmung eines Ortes verändert, wenn der Autoverkehr vorübergehend verschwindet.
Die Straße wird zum Aufenthaltsraum. Aus einer Strecke, die man normalerweise möglichst schnell durchquert, wird ein Ort, an dem man bewusst Zeit verbringt.
Genau diese Erfahrung gehört seit den Anfängen der autofreien Veranstaltungen zu den zentralen Ideen hinter der Festivalmeile.
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Corso Leopold und Zamanand im Vergleich
Obwohl beide Festivals räumlich eng miteinander verbunden sind, haben sie unterschiedliche historische Wurzeln und teilweise unterschiedliche Schwerpunkte.
| Corso Leopold | Zamanand |
|---|---|
| Leopoldstraße | Ludwigstraße |
| Siegestor bis Münchner Freiheit | Bereich zwischen Odeonsplatz/Feldherrnhalle und Siegestor |
| Kunst, Kultur, Musik, Literatur und Kleinkunst | Nachhaltigkeit, Klima, Vielfalt und gesellschaftliches Engagement |
| Eigene Geschichte seit den 1990er-Jahren | Nachfolger des Streetlife Festivals seit 2022 |
| Eigenständige Veranstaltung | Eigenständige Veranstaltung |
Die Unterschiede erklären gleichzeitig, warum die beiden Festivals zusammen so vielfältig wirken. Der Corso bringt seinen starken kulturellen Schwerpunkt ein, während Zamanand insbesondere gesellschaftliche und ökologische Themen sichtbar macht.
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Eigene Videoeindrücke von der Festivalmeile
Neben den Fotos gibt es auf dem YouTube-Kanal von Rund um München eigene Videoaufnahmen von Veranstaltungen auf der Festivalmeile. Sie ergänzen den Hintergrundartikel um einen unmittelbaren Eindruck von Musik, Publikum und Atmosphäre.
Die Videos sind dabei als Ergänzung zum Text gedacht. Die vollständige fotografische Dokumentation befindet sich auf München Moments.
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Die Bedeutung der Festivalmeile für München
Corso Leopold und Zamanand sind nicht nur zwei Termine im Münchner Veranstaltungskalender. Die Festivals zeigen auch, wie öffentlicher Raum zeitweise anders genutzt werden kann.
Für ein Wochenende tritt der normale Verkehr in den Hintergrund. Kultur, Aufenthalt und Begegnung bestimmen das Erscheinungsbild der Straßen.
Gleichzeitig erhalten Künstler, Vereine, Initiativen und Organisationen eine Plattform, auf der sie mit einem großen Publikum in Kontakt kommen können.
Stadt erleben statt nur durchqueren
Im normalen Alltag durchqueren viele Menschen die Leopoldstraße oder Ludwigstraße, ohne dort längere Zeit zu bleiben. Während des Festivals ändert sich dieses Verhalten.
Man bleibt stehen, hört Musik, schaut sich eine Installation an, spricht mit anderen Menschen oder probiert etwas zu essen. Aus einer Verkehrsverbindung wird ein Aufenthaltsort.
Gerade diese Veränderung macht den besonderen Reiz der Veranstaltung aus. Die Stadt wird nicht nur als Infrastruktur, sondern als gemeinsamer Lebensraum erlebt.
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Fazit: Zwei Festivals, eine gemeinsame Idee
Corso Leopold und Zamanand Festival sind heute eng miteinander verbunden und verwandeln mehrmals im Jahr einen wichtigen Teil der Münchner Innenstadt in eine autofreie Festivalmeile.
Trotzdem haben beide Veranstaltungen ihre eigene Geschichte. Der Corso Leopold entwickelte sich aus der Idee einer zeitweise autofreien Leopoldstraße und wurde zu einem eigenständigen Kulturfestival.
Das Streetlife Festival wurde dagegen ab 2000 von Green City veranstaltet und prägte über viele Jahre das Bild des großen autofreien Straßenfestes in München. Nach der Corona-Pause wurde diese Veranstaltung unter dem Namen Zamanand neu aufgestellt.
Deshalb ist die Antwort auf die häufige Frage eindeutig: Der Corso Leopold ist nicht der Nachfolger des Streetlife Festivals. Der Nachfolger des Streetlife Festivals ist Zamanand.
Der Corso Leopold und Zamanand bilden heute trotzdem gemeinsam eine Veranstaltungserfahrung, die es in dieser Form nur selten gibt. Kunst, Musik, Kultur, Nachhaltigkeit, Sport, Gastronomie, gesellschaftliche Themen und Begegnung finden auf einer zusammenhängenden Strecke statt.
Der vielleicht wichtigste gemeinsame Gedanke liegt dabei in der Nutzung des öffentlichen Raums. Für kurze Zeit gehört die Straße nicht hauptsächlich dem Verkehr, sondern den Menschen.
Wer die Festivalmeile besucht, erlebt deshalb nicht nur ein großes Straßenfest. Man bekommt gleichzeitig einen Eindruck davon, wie anders eine bekannte Münchner Verkehrsachse wirken kann, wenn sie für einige Tage zu einem Ort für Kultur, Begegnung und gemeinsames Erleben wird.
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Fotos und Videos zur Festivalmeile
Die eigene fotografische Dokumentation von Corso Leopold und Zamanand ist auf München Moments zu finden.
Einen Rückblick auf das frühere Streetlife Festival gibt es in der Streetlife-Fotogalerie.
Weitere eigene Videoaufnahmen von Veranstaltungen in München finden sich auf dem YouTube-Kanal von Rund um München.





